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Sorgen Sie auch für sich selbst · 5 Min. Lesezeit

Heimweh: Was hilft

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Heimweh gehört dazu. Praktische, warme Anregungen für Kontakt, kleine Routinen, Vertrautes, Gespräche und freie Zeit.

Wer weit weg von zu Hause arbeitet, vermisst manchmal die Familie, die Sprache, das eigene Bett. Das ist menschlich und kein Zeichen von Schwäche. Dieser Beitrag bietet einige praktische Anregungen. Er ersetzt keine Beratung, sondern will Ihnen den Alltag etwas leichter machen.

Heimweh darf sein

Heimweh kommt oft in Wellen, besonders in den ersten Wochen, am Abend oder an Feiertagen. Meist wird es mit der Zeit schwächer, wenn der Alltag vertrauter wird. Wenn Sie es annehmen, statt dagegen anzukämpfen, wird es oft leichter.

Regelmäßig mit der Familie in Kontakt bleiben

  • Vereinbaren Sie feste Zeiten für Anrufe oder Videogespräche, zum Beispiel jeden Abend oder jeden Sonntag.
  • Schicken Sie zwischendurch kurze Nachrichten oder Fotos aus Ihrem Alltag.
  • Lassen Sie sich erzählen, was zu Hause passiert, denn das gibt Ihnen das Gefühl dazuzugehören.
  • Planen Sie nicht zu viele Gespräche. Lieber wenige, dafür in Ruhe.

Kleine Routinen schaffen Halt

Wiederkehrende Dinge geben Sicherheit, wenn sonst vieles neu ist. Das kann der Tee nach dem Aufstehen sein, ein kurzer Spaziergang am Nachmittag oder ein Lied vor dem Einschlafen. Wählen Sie ein oder zwei kleine Rituale, die nur Ihnen gehören.

Etwas Vertrautes um sich haben

  • Ein Foto von Ihren Liebsten in Ihrem Zimmer.
  • Ein Gegenstand von zu Hause, zum Beispiel eine Tasse, ein Tuch oder ein Buch.
  • Musik, Podcasts oder Radiosender in Ihrer Sprache.
  • Ein Gericht aus der Heimat, wenn die Familie damit einverstanden ist und es sich in den Alltag einfügt.

Über Gefühle sprechen

Es entlastet, wenn man nicht alles mit sich allein ausmacht. Sprechen Sie mit einer vertrauten Person, mit Familie, Freundinnen oder Kolleginnen. Auch ein Tagebuch kann helfen, Gedanken zu ordnen. Sie müssen nicht stark sein, um gut zu arbeiten.

Wenn ein besonderer Tag schwerfällt

Geburtstage, Feiertage und Familienfeste sind oft die schwersten Tage. Planen Sie sie bewusst: Verabreden Sie vorab ein längeres Telefonat oder einen Videoanruf, kochen Sie etwas, das Sie an zu Hause erinnert, oder schreiben Sie einen Brief an die Menschen, die Sie vermissen. Wer einen Plan hat, erlebt solche Tage meist weniger hilflos.

Die freie Zeit sinnvoll nutzen

Wann und wie viel freie Zeit Ihnen zusteht, fragen Sie vorab Ihre Vermittlungsagentur. Wenn Sie freie Zeit haben, tut etwas Abwechslung gut: ein Spaziergang, ein Blick in die Umgebung, ein Telefonat, ein Hobby oder ein Deutschkurs per App. Kleine Ausflüge ins Neue helfen, die Umgebung nach und nach als vertraut zu erleben.

Wann Sie sich Unterstützung holen sollten

Wenn die Traurigkeit lange anhält, Sie kaum noch schlafen oder essen, sich zurückziehen oder die Arbeit nicht mehr schaffen, sprechen Sie darüber. Wenden Sie sich an Ihre Ansprechperson in der Agentur, an Ihre Familie oder an eine Ärztin oder einen Arzt. Das ist ein Zeichen von Stärke. Wenn Sie sich in akuter Not befinden oder Angst um Ihre Sicherheit haben, wählen Sie den Notruf 112.

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