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Sorgen Sie auch für sich selbst · 6 Min. Lesezeit

Pausen und Erholung ernst nehmen

Stand:

Warum Erholung wichtig ist, wie kleine Pausen im Alltag gelingen und woran Sie frühe Zeichen von Erschöpfung erkennen.

Wer sich Tag für Tag um andere kümmert, vergisst leicht, auf sich selbst zu achten. Dabei gilt: Nur wer ausgeruht ist, kann aufmerksam und geduldig begleiten. Dieser Beitrag gibt Anregungen und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Warum Erholung wichtig ist

Körper und Kopf brauchen Phasen ohne Anspannung, um Kraft zu sammeln. Ohne Erholung sinken oft Konzentration und Stimmung, und Fehler passieren schneller. Erholung ist deshalb keine Belohnung, die man sich verdienen muss, sondern Teil guter Arbeit.

Kleine Pausen im Tagesablauf

Wie viel Pause und freie Zeit Ihnen zusteht, fragen Sie vorab Ihre Vermittlungsagentur. Unabhängig davon können Sie im Alltag kurze Momente der Ruhe schaffen, zum Beispiel wenn die betreute Person ruht.

  • Atmen Sie einige Male tief durch, bevor Sie zur nächsten Aufgabe gehen.
  • Trinken Sie in Ruhe eine Tasse Tee oder Kaffee.
  • Gehen Sie kurz ans Fenster oder auf den Balkon und schauen Sie in die Ferne.
  • Dehnen Sie Nacken, Schultern und Rücken vorsichtig.

Schlaf, Bewegung und Ernährung

  • Schlaf: Gehen Sie möglichst zu ähnlichen Zeiten schlafen und lassen Sie das Handy abends früh liegen. Ein ruhiger Abend hilft beim Einschlafen.
  • Bewegung: Schon ein Spaziergang an der frischen Luft tut Körper und Stimmung gut.
  • Ernährung: Essen Sie regelmäßig und trinken Sie über den Tag verteilt ausreichend. Überspringen Sie Mahlzeiten nicht, weil gerade viel zu tun ist.

Frühe Zeichen von Erschöpfung erkennen

Wenn Sie auf sich achten, bemerken Sie Warnzeichen früh. Das ist keine Diagnose, sondern eine Einladung, genauer hinzusehen. Typische Anzeichen sind:

  • Sie sind ständig müde, auch nach dem Schlafen.
  • Sie sind schneller gereizt oder den Tränen nahe.
  • Sie können sich schlecht konzentrieren oder vergessen Dinge.
  • Sie schlafen schlecht oder haben keinen Appetit.
  • Sie ziehen sich zurück und haben an nichts mehr Freude.

Grenzen erkennen und freundlich benennen

Wer es allen recht machen will, übersieht schnell die eigenen Grenzen. Es ist in Ordnung, um Unterstützung zu bitten, wenn Ihnen etwas zu viel wird, oder höflich nachzufragen, ob eine Aufgabe zu Ihrer Tätigkeit gehört. Besprechen Sie solche Fragen ruhig und ohne Vorwurf, am besten zu einem Zeitpunkt, an dem alle Zeit haben. Welche Aufgaben, Pausen und Ruhezeiten für Sie gelten, fragen Sie vorab Ihre Vermittlungsagentur.

Offen sprechen und Hilfe holen

Sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrer Ansprechperson bei der Vermittlungsagentur und, wenn es passt, auch mit der Familie über Ihre Belastung. Sagen Sie konkret, was Ihnen fehlt, zum Beispiel mehr Ruhe zwischendurch. Wer früh spricht, findet meist leichter eine Lösung. Wenn die Beschwerden anhalten, Sie sich krank fühlen oder die Erschöpfung zunimmt, suchen Sie eine Ärztin oder einen Arzt auf. Bei akuten Beschwerden oder in einer Notlage wählen Sie den Notruf 112.

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